Donnerstag, 28. Mai 2015

Die ersten Eindrücke vom Strand-Camping - wir mausern uns vom Anfänger zum Halb-Profi

Unsere ersten Tage auf dem Campingplatz Jesolo International sind leider schon vorbei, die erste Woche neigt sich dem Ende!




Bei unserem letzten Urlaub in Jesolo vor 4 oder 5 Jahren hatten wir eine Ferienwohnung gemietet. Alles war voller Sand. Ständig! Ich musste jeden Tag kehren, am 2. Tag sagte ich damals zu meinem Mann, daß ich nur noch im Hotel Urlaub machen wolle. Haben wir ja dann auch gemacht. Bis jetzt…..


Wer unsere bisherigen Kurzurlaube mit unserem Wohnwagen mitverfolgt hat, weiß, daß wir nur in Deutschland unterwegs waren und dort wegen Dauerregen auch immer keinen Kontakt zu Sand hatten, eher zu Matsch und Nässe. 
Für diesen Zweck haben wir uns alle Kuschelsocken, Crogs und Regenjacken gekauft. Jetzt am Stand ist es natürlich anders! Unser Wohnwagen steht in unmittelbarer Nähe zum Strand, man läuft nur 2 Minuten. Ein sehr kurzer Weg also, um den Sand von den Füßen zu bekommen :-)
Das erste was wir uns in Jesolo gekauft haben, um vom Camping-Anfänger zum Halb-Profi zu werden war ein Vorzelt-Teppich. Das Vorzelt hatten wir gleich bei Ankunft aufgebaut, und bei allen Nachbarn gesehen, daß die so schöne Teppiche haben, auf denen man barfuß laufen kann, die man mit einem Besen fegen kann, und auf denen man aber auch mit Schuhen gehen kann.
Im Supermarkt auf dem Campingplatz gab es solche Teppiche, eine kurze Recherche im Internet ergab, daß der Preis dafür auch echt ok ist. Generell ist der Supermarkt hier auf dem Platz nicht viel teurer als ein Supermarkt im Ort. Meistens ist das ja leider der Fall.

Also haben wir uns so einen tollen Teppich gekauft. Und weil das Kehren mit dem Handfeger doch recht mühsam ist, einen Besen mit langem Stiel auch noch. Der kam schon täglich zum Einsatz, nervt komischerweise aber nicht so, wie damals in der Ferienwohnung.


Um das Sand-Problem einigermaßen im Griff zu haben, habe ich den Kindern eine Dusch-Tasche gepackt, die sie nehmen können wenn sie vom Strand kommen und gleich zur Dusche flitzen können. So müssen sie nicht mit Sand-Füßen in den Wohnwagen rein und ihren Kram zusammen suchen.
In der Duschtasche befinden sich Handtücher für beide, Duschgel und Haarshampoo, sowie leichte Anziehsachen für den Weg zum Wohnwagen zurück.

Auf unserem Campingplatz gibt es Waschkabinen, die aus Dusche, Klo und Waschbecken bestehen. Und ganz toll: Familienduschen. Die sind riesig groß und haben eine Regendusche und eine normale Dusche, sowie eine Bank im Vorraum und Haken an der Wand. Haken sind hier leider etwas Mangelware, vor allem in der Familiendusche im „alten“ Sanitärhaus. Es gibt im Ost-Teil des Campingplatzes ein neues Sanitärhaus, da sind die Kabinen größer, alles sehr neu und schön, jede Menge Waschmaschinen und Trockner sowie Spülmaschinen! Gestern haben wir mit unseren Freunden, die ein Mobilheim bewohnen zusammen gegrillt und unser 8-Personen-Geschirr in deren Spülmaschien gespült. Luxus pur!

Weil die Familiendusche im neuen Sanitärbereich größer ist, gehen meine Kinder dort lieber hin. Dafür muss man allerdings ein paar Meter mehr gehen, was aber auch niemanden umbringt.

Auf jeden Fall kommen nach dem Duschen die sandfreien Kinder zurück und dürfen unseren Wohnwagen betreten :-)


Vor dem Wohnwagen werden dann die Handtücher aufgehängt. Dafür hatte mein Mann ja extra eine Vorrichtung mit Wäscheleine gebaut. Dazu gibt es eine kleine Wäschespinne, die es bei Ikea gab. Diese kann auch bei Regen unterm Vorzelt hängen.


Die Kinder schlafen übrigens im Zelt vor dem Wohnwagen. Die Liegefläche in unserem kleinen Wohni von 2x2m ist für 2 Wochen für 4 Personen doch etwas eng. Und hier auf dem Campingplatz darf man neben seinem Wohnwagen und dem Vorzelt auch Personenzelte aufstellen. Jeder hat hier einen wirklich großen Stellplatz, dazu gibt´s Wasser und Strom. Und: WLAN. Das ist natürlich super, oder auch nicht, denn seit ein paar Tagen bin ich bei Instagram. Meine Freundin hat mich süchtig gemacht, weil sie uns einen Account errichtet hat, nachdem wir länger schon überlegen, einen Modeblog zu schreiben. Jetzt haben wir einen Account bei Instagram und posten da Fotos von coolen Outfits. #Monacomums.
Mit der Kinderkueche habe ich mich da aber natürlich auch gleich registriert und mir die App auf mein neues Handy geladen. Seit Freitag habe ich nämlich ein neues iPhone. Ganz toll, am Tag vor dem Urlaub noch schnell bekommen. Und hier dann gleich eine megacoole Hülle gekauft. Knallepink! Jedenfalls findet ihr mich jetzt auch auf Instagram. die_kinderkueche. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir da auch folgt!


Jetzt geht´s erst mal wieder an den Strand. Endlich haben wir schönes Wetter beim Zelten! Da lohnt sich die Strandtasche und ein gutes Buch doch.... Mein Liebling Rebecca Brandon ist mit dabei :-)


Liebe Grüße aus Italien,
Martina

Mittwoch, 20. Mai 2015

Klein aber fein…. unser Zuhause auf Rädern


Seit Oktober 2014 haben wir einen kleinen Wohnwagen. Der Entschluss einen Wohnwagen zu kaufen kam in unserem ersten Zelt-Urlaub im August am Chiemsee. Dauerregen und Eiseskälte. Wir haben ungemütlich gelegen, gefroren und ich war genervt, den Kindern ständig sagen zu müssen, daß sie auf gar keinen Fall die Zeltwände berühren dürfen.
Wir überlegten damals, ob wir uns also eine komplette Camping-Ausrüstung kaufen wollen (neue Schlafsäcke, super Isomatten, Tisch und Stühle, neues großes Familienzelt,….) oder ein paar Euro mehr investieren und eben einen Wohnwagen kaufen.
Flexibel und spontan wollten wir sein. Bei schönem Wetter einfach los fahren können ohne erst stundenlang Zeug aus dem Keller ins Auto zu schaffen, Zelt aufbauen…dann abbauen, alles in den Keller schaffen…

Wir suchten im Internet und bei einigen Händlern in der Umgebung. Auf ebay wollte ich nix kaufen, wer weiß, wie die Wohnwagen dann tatsächlich innen sind, ob die müffeln, feucht sind oder sonst was. Auch nicht oll und runtergekommen sollte er sein. Und vor allem hässlich von innen. Ihr glaubt nicht, was wir uns für hässliche Wohnwagen angesehen haben, die Muster der Stoffe sind oft sooo hässlich, ich kann das gar nicht verstehen, dabei sind die dann auch richtig teuer!

Bei einem Händler wurden wir dann endlich fündig und hatten zur Wahl: einen von Knaus mit Stockbett für die Kinder, wenig Staufläche in den Schränken, kleine Mini-Küche. Hier und da musste man etwas werkeln und verschönern. Das Polster war jetzt nicht Augenkrebs-Verdächtig, aber schön eben auch nicht. Aber ok.
Man hätte das ein oder andere Fenster austauschen müssen, Regalbretter einbauen, die Fronten den Schränke bei Gelegenheit erneuern……

Oder eben unseren, einen holländischen KIP. Na, wenn wer weiß wie man Wohnwagen baut, dann doch wohl die Holländer :-)
Dieser hatte helle weiße Möbel, viel Staufläche, eine größere Küche und einfache blau-beige karierte Polster. Er war soweit in Schuss, daß man ihn nur sauber machen müsste (ohne Hochdruckreiniger, denn er war eigentlich sauber), durchsaugen und anhängen und dann los!
Dafür hatte er nur eine große Sitzecke, demnach nur ein großes Bett. 2x2m oder so. Kein extra Bett für die Kinder. Schlimm oder egal? Nehmen und los oder doch noch weiter suchen? Der Preis war aber wahnsinnig gut für den Top-Zustand.

Wir haben nicht lange überlegt und ihn gekauft. Eine Woche später konnten wir ihn mit unserem Wunsch-Nummernschild abholen. Wir waren alle sehr aufgeregt, vor allem mein Mann, der vorher noch nie mit Anhänger gefahren ist.

Wir stellten ihn also in unseren Hof, ließen Staubsauger anrücken und wischten, saugten und wienerten.

Hier und da gab´s Kleinigkeiten für meinen Mann zu richten. Nix dramatisches. Und in der ersten nacht schliefen wir alle zusammen im Hof in unserem neuen Zuhause auf Rädern. Abends bestellten wir Pizza, die wir zusammen mit der Oma an unserem neuen Tisch aßen, morgens kam sie mit frischen Semmeln und Kaffee zum Frühstücken in unseren Wohnwagen.
Herrlich!

Auf den Campingplätzen, die wir bisher besucht haben war er immer der kleinste und älteste. Aber egal, er fährt und ist klasse. Mehr brauchen wir nicht.
Der Wohnwagen ist übrigens so klein, weil wir nicht das größte Auto haben und wir nur ein bestimmtes Gewicht (1100kg?) ziehen dürfen.

Alle anderen kommen an und haben einen elektrischen Mover, daß heißt, sie müssen ihn gar nicht selber aufstellen und per Hand rumrangieren, sondern stehen da mit Fernbedienung rum. Am Bodensee hätte ich mir einen Mover gewünscht, als wir auf der Schlamm-Wiese fest steckten, aber da hätte er sicher auch nicht helfen können.
Dann gibt es Wohnwagen mit riesigem Vorzelt, unseres hat nur ein Dach und 2 Seitenteile. Nach vorne ist es offen. Reicht uns, da wir im Winter eh nicht campen wollen.

Wir haben ein Klo (Argument für den Wohnwagen war, daß ich nicht die Kinder nachts alleine aufs Klo schicken will und so können sie eben schnell im Wohni pieseln), eine Küche mit Herd und Kühlschrank und ganz wichtig: eine Heizung. Ein bisschen „back to the roots“. Perfekt.


Inzwischen haben wir noch ein paar Dinge dazu gekauft, optimiert und ausgewechselt. 
Unser Wohnwagen hat 2 neue Dachluken bekommen. Dann hat mein Mann eine Gas-Steckdose am Wohnwagen angebracht, an der wir unsere neue Outdoor-Küche anschließen können. Eine Falt-Küche mit Campinggaz-Kocher drauf.
Wir haben einen Tisch von Outwell gekauft, der sich perfekt zusammen klappen lässt und genau in einen der Staukästen passt.


Mein Mann hat auch noch eine Wäscheleine gebaut, die nicht wie üblich an einer Wohnwagenseite entlang gespannt wird, sondern nur hinten gespannt ist, da die Handelsübliche Vorrichtung an unserem Vorderfenster nicht angebracht werden kann.
Neben den Crogs für die ganze Familie haben wir noch einen kleinen Handstaubsauger gekauft, der im Bad fest installiert ist.
Eine Ikea-Schreibtischlampe wurde umgebaut und dient nun als Leseleuchte. Ach, und eine Kuscheldecke und warme Socken haben wir ja für alle gekauft, die immer im Wohnwagen bleiben.
Neben die Türe kommt ein Schuhregal, daß ich bei Rossmann gekauft habe. Umfunktioniert, damit es an dieser Kederschiene eingehängt werden kann. Und im Schrank haben wir dieses Faltregal von Ikea.

Im Bad sind unsere Utensilien in kleinen Körbchen untergebracht. Die Zahnbürsten etc. habe ich im Moment in einem Hänge-Waschbeutel, aber ich wünsche mir zu meinem Geburtstag einen Hänge-Waschbeutel von Reisenthel. Der ist dann schöner. Und passt zu den diversen anderen Taschen die ich bereits von Reisenthel besitze :-)


Für das vordere Fenster haben wir eine Plane gekauft, die in die Kederschiene eingezogen wird. Dann hat mein Mann eine Stütze gebaut, die in die Griffe gesteckt wird und so die Plane abstützt. Wir haben somit die Möglichkeit, das Fenster be starker Sonneneinstrahlung etwas besser zu schützen. Wer weiß, ob wir in Italien nächste Woche starke Sonneneinstrahlung haben...


Die Besteckschublade ist mittlerweile auch fest bestückt, ich muss also hier nichts mehr ein- oder ausräumen. Unser Campinggeschirr ist auch fest im Wohnwagen verpackt. Das einzige, was ich vor den Reisen einpacken muss sind Lebensmittel (wobei ich eine Grundausstattung aus Wasser, Milch, Nudeln, Sauce, Salz, Kaffee, Zucker und Kakao im Wohnwagen habe), ein großer Topf und eine Pfanne.

Wir haben ja schon viel Regen mit ihm erlebt, daher haben wir einen Schuh-Aufbewahrungsplan entwickelt. Bin mir nicht sicher, ob das das erste Anzeichen von Spießigkeit ist…? Jedenfalls liegt eine Picknickdecke vor dem Wohnwagen im Vorzelt, darauf ein Fleckerleppich, da dieser leichter mal in die Waschmaschine kann als die Picknickdecke. Dort werden die Schuhe ausgezogen. Also VOR dem Fleckerlteppich. Und VOR dem Tritt, damit der nicht auch schmutzig wird.
Die Schuhe hatten wir dann in einer Obst-Pappkiste aus dem Supermarkt, da man diese stapeln kann. So konnten wir die richtigen Schuhe über Nacht einfach ins Auto stellen, damit sie von innen nicht klamm werden. 
Und wir haben bei dem Orkan an Ostern gelernt, daß es Sinn macht, den Tritt bei Wind mit einer Schnur oder so am Wohnwagen zu befestigen, damit er nicht gegens Auto fliegt. Oder so. 

Wenn wir unser Vorzelt dann pitschenass wieder einpacken (so haben wir es leider jedes Mal machen müssen), rollen wir es vorsichtige zusammen ohne daß es matschigen Bodenkontakt bekommt und legen es in einen großen Müllsack. Der kommt für die Heimreise dann in unser Bad. Daheim können wir das Vorzelt dann in der Garage trocknen lassen.

Wenn wir über Pfingsten nach Italien fahren nehmen wir noch ein 2-Mann-Wurfzelt mit. Da drin dürfen die Kinder dann schlafen, denn ich glaube, es wird auf Dauer dann doch etwas eng im Wohni. 2 Wochen am Stück.

Was wir alles in Italien erleben und wie der Campingplatz (wir haben uns für den Jesolo International entschieden) dort ist, könnt ihr dann hier lesen. 

Bis bald!


Martina