Freitag, 24. April 2015

Meine große Liebe...Nutella.....

Vor ein paar Tagen habe ich auf der Facebook Seite von Miss Blueberrymuffin einen Eintrag über Nutella gelesen und voller Freude und Wasser im Mund kommentiert.
Weil ich Nutella so sehr liebe, wollte ich nun auch mal einen ganzen Post über die leckere Nuss-Nougat-Creme schreiben.

Ich bin schon ganz schön süß. Leider. Ich kann da echt nicht widerstehen, wenn man mir was süßes anbietet. Leider, leider.
Wobei... ich bin auch herzhaft :-) Da kann ich auch schwer widerstehen.

Letztes Jahr kam meine Tochter aus der Schule heim und schwenkte überglücklich einen Zettel. Darauf war ihr erstes Rezept, das sie besitzt. Sie war sooo glücklich und stolz! Das Rezept hatte sie von ihrem Mathelehrer. Der hatte der Klasse einige Tage zuvor einen Nutella-Kuchen gebacken, weil die Kinder besonders brav waren. Und weil der Kuchen so lecker war, dachte sich meine Linella, daß ich den Kuchen doch sicherlich nachbacken und in meinem Café verkaufen könnte. Deswegen fragte sie den Lehrer nach dem Rezept.

Gesagt – getan. Ich backte den Kuchen, bot ihn in meinem Café an, verkaufte jeden Krümel davon!
Die Gäste waren begeistert. Mein Wusi war begeistert, ich auch. Und meine Tochter sowieso, und stolz war sie, daß ihr (klar, war der Nutella-Kuchen ab jetzt ihr Rezept) Kuchen so gut ankam.

Seit dem backe ich ihn fast wöchentlich. So auch heute. Die letzten Reste musste ich heute aus dem guten Nutella-Glas kratzen, es kommen nämlich so 2-3 EL Nutella in den Teig. Die Nutella färbt den Teig dunkel, so wird es ein Marmorkuchen. Der Eierlikör gibt dem ganzen den fluffigen Touch, man kann ihn aber auch durch Milch ersetzen. Mach ich aber nie :-)
Na jedenfalls ist hier das Rezept:

Nutella-Kuchen

250g Butter
240g Zucker
1 Prise Salz
1 Packung Vanillezucker
5 Eier
250 g Mehl
1 Packung Backpulver
250ml Eierlikör
2-3 EL Nutella

Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz schaumig rühren. Die Eier einzeln dazu geben und immer gut unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und unter den Teig rühren, bis eine homogene Masse entstanden ist. Unter ständigem Rühren den Eierlikör dazugeben. Eine Gugelhupfform fetten und mehlen, die Hälfte des Teiges einfüllen und glatt streichen.
Unter die restliche Teigmenge die Nutella (am besten etwas angewärmt, dann ist sie weicher und flüssiger) rühren. Je nachdem wie dunkel und schokoladig der Teig werden soll, etwas mehr oder weniger Nutella nehmen.
Den dunklen Teig auf den hellen Teig geben und glatt streichen.
Mit einer kleinen Gabel für das typische Marmorkuchen-Aussehen den dunklen Teig vorsichtig unter den hellen Teig heben.

Im vorgeheizten Backofen bei 180°C auf mittlerer Schiene ca. 55 Minuten backen.

Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen. Dann aus der Form lösen und auf einem Kuchenrost vollständig abkühlen lassen.
Vor dem Servieren evtl. mit Puderzucker bestäuben.
Heute habe ich den Kuchen in einer Kastenform gebacken. Und dabei etwas Teig genascht, weil es sonst zu viel ist :-)

 
 

Ich liebe Nutella aber auch ganz einfach mit Vanilleeis. Es gibt ja manche Eisdielen, die richtige Eissorten mit Nutella anbieten. Brauch ich nicht. Einfach nur einen Löffel Nutella auf das Eis geben und immer etwas abstechen und mit dem Eis vermischt essen.

Und ich gebe es zu: ich löffel Nutella direkt aus dem Glas! Allerdings nicht vor den Kindern. Und ich lecke das Messer ab. Auch nicht vor den Kindern.
Und das beste am Wochenende: Nutella aufm Brot MIT Butter oder mit Frischkäse. Probiert das mal! Sooooo lecker! Zum Glück gibt’s das nur am Wochenende, also morgen wieder :-)

LG
Martina

Donnerstag, 23. April 2015

Biergartenpicknick - bayerische Tradition

Heute schreibe ich für die Frühlings-Challenge über den von mir so geliebten Biergarten.
In Bayern darf man in Biergärten sein selbst mitgebrachtes Essen verzehren, nur die Getränke müssen im Biergarten gekauft werden.
Als ich vor 17 Jahren (krass, ich habe nie nachgerechnet oder mitgezählt, hätte nie gedacht, daß ich schon soooo lange in München wohne!) nach München gezogen bin und hier dann meinen Mann kennen gelernt habe, fand ich es ganz schön seltsam, sparsam und sogar etwas spießig, als er vor dem Biergarten-Besuch einen Korb mit Brotzeit gepackt hat.
Im Biergarten gibt es ja auch jede Menge leckere Sachen zu kaufen, z.B. Steckerlfisch. Aber er nahm immer eine kalte Brotzeit mit.
Er kaufte sogar ein Picknick-Set bestehen aus Besteck und Brettchen, das er immer im Korb dabei hatte.
Meiner Freundin, die in München Stadtführungen anbietet, erzählte ich davon und sie erzählt das nun als kleine Biergarten-Anekdote ihren Gruppen.

Jedenfalls habe ich mich an das Biergarten-Picknick gewöhnt und es sogar sehr lieb gewonnen.
Meistens sind die Ausflüge in den Biergarten sehr spontan. Freunde rufen an und schwupps, wir verabreden uns und radeln keine 5 Minuten später schon los. Dann muss es natürlich schnell gehen und nicht immer ist was passendes im Haus. In dem Fall kaufen wir natürlich etwas Feines im Biergarten.

Das perfekte Picknick enthält allerdings folgendes: Obatzda, frisches Brot (von der Hofpfisterei), Tomate-Mozzarella, Butter und Schnittlauchröllchen, Kresse und Frischkäse, Couscous-Salat, Melone mit Parmaschinken. Oder so.
Den Obatzda kaufe ich in meiner Lieblingsmetzgerei. Für Euch hat mir die nette Verkäuferin das Rezept aufgeschrieben.

Rezept Obatzda

200g Brie, Camembert etc.
30g Butter
2 EL fein gewürfelte Zwiebeln
2 EL Sauerrahm
½ TL Senf
¼ TL Paprikapulver scharf
1 TL Paprikapulver edelsüß
1 Messerspitze gemahlener Kümmel
Salz, Pfeffer zum Würzen

Käse aus dem Kühlschrank nehmen und direkt die Rinde abschneiden. In grobe Stücke schneiden.
Alle Zutaten auf Raumtemperatur aufwärmen lassen. Alles in einem tiefen Teller mit einer Gabel nicht zu fein zerdrücken und vermengen. Kühl stellen.
Vor dem Servieren mit Schnittlauchröllchen oder dem Grün einer Frühlingszwiebel bestreuen.

Den Couscous-Salat mache ich auch für mein Café, die Reste nehme ich manchmal abends dann mit heim und wir essen ihn dann. Das Rezept, das man jederzeit mit allen möglichen Zutaten variieren kann findet ihr hier. Damit er besonders schön aussieht, serviere ich ihn im Weck-Glas. Ich liebe Weck-Gläser! Die nehme ich für soooo viele Dinge her, ich hab sie mittlerweile in allen möglichen Größen!

Gestern, an unserem ersten Biergarten-Besuch in diesem Jahr, hatten wir neben dem Couscous-Salat noch einen gemischten Salat mit Tomate-Mozzarella dabei. Und ich habe meinem Mann, Linella und mir jeweils ein Wrap gefüllt. Diesmal mit Frischkäse bestrichen, dann mit Salat, Tomate, geriebenem Käse und gegrillter Putenbrust belegt.
Im Biergarten haben wir uns eine noch warme große Breze gekauft, dazu gab´s Käse, ein paar Brotzeiteier und saure Gurken. Und frisches Brot aus der Hofpfisterei mit Butter und Schnittlauchröllchen belegt.
Am liebsten trinke ich dazu einen Russn. Das ist ein Weißbier mit Zitronenlimo gemischt.

 
 
 
 
 

Darf man eigentlich auch in anderen Städten sein eigenes Essen mitbringen?

LG
Martina