Donnerstag, 6. September 2012

Ferien auf dem Bauernhof – Erholung pur!

Wir sind seit ein paar Tagen auf einem Reiterhof im Brixenthal in Österreich. 
Auf dem Weberhof, um genau zu sein. 
Hier haben wir eine der Ferienwohnungen von Evi und Fred gemietet. Sehr hübsches altes Bauernhaus, mit super ausgestatteten gemütlichen Wohnungen. Hier gibt’s alles, ich könnte im Garten den Pflaumenbaum plündern und uns was backen! Das schönste an unserer Wohnung ist Lina´s Zimmer. Klitzeklein, es passt genau ein kurzes Bett in Sonderanfertigung (keine 2 m lang!) und ein Nachttisch rein. Mehr nicht. „So ein Zimmer will ich zu Hause auch haben!“ 
Die Nähe zu München lässt es zu, daß man auch mal für ein Wochenende her kommen kann. Das werden wir mit Sicherheit mal machen!
Skifahren kann man hier auch prima, mitten in den Kitzbüheler Alpen. Doch leider macht uns der Buchungskalender der Ferienwohnungen einen Strich durch die Rechnung, Weihnachtsferien komplett ausgebucht. Schade.
Eigentlich fahren wir jede Sommerferien für ein paar Tage auf einen Bauernhof oder Reiterhof. Lina liebt Pferde und will immer Reiten. In unseren eh schon vollgepackten stressigen Alltag passen Reitstunden allerdings nicht rein, außerdem sind sie leider ziemlich teuer. Beides Argumente, die meine Tochter nicht hören möchte.
Ihr Opa hatte ihr mal versprochen, daß er ihr ein Pferd kauft, wenn sie groß ist. Jedes Mal, wenn sie Pferde sieht und sich daran erinnert fängt die Diskussion aufs neue an. Und dann höre ich immer wieder diesen traurigen und wütenden Satz: „Der Opa hat mir versprochen, daß er mir ein Pferd kauft, und dann ist er einfach gestorben!“ Doppelt schlimm. Opa gestorben, den Lina sehr geliebt hat, und kein Pferd. Zum Glück gibt’s die Oma, die ihr dann immer ein paar Reitstunden zum Geburtstag schenkt. So zum Glück auch dieses Jahr, als sich der Papi dummerweise auch noch an ihrem Geburtstag in die Hand sägte und der ganze Geburtstag anders verlief, als sie es sich gewünscht hatte.

Ich selber bin ohne Pferde aufgewachsen. Meine Mutter hat uns nie erlaubt zu reiten. Meine Schwester und ich haben Ballett gemacht. Ich war nie so ganz traurig darüber, denn ich hatte immer schon großen Respekt vor Pferden, oder war es sogar etwas Angst?
Da ich ein echtes Großstadtkind bin, möchte ich, daß meine Kinder etwas naturverbundener werden. Und so fahren wir jedes Jahr eben auf Höfe, damit sie lernen, wo die Lebensmittel her kommen und mit Tieren zusammen sein können.
Wir haben schon beim Kühe treiben und melken zugeschaut. Hier und da durften die Kinder auch etwas helfen. Ställe ausmisten, Tiere füttern, Eier einsammeln, Johannisbeer-Sträucher leer pflücken. Ich hoffe sehr, daß sie von all diesen Eindrücken etwas fürs Leben mitnehmen.

Dieses Jahr sind wir also nun auf dem Reiterhof in Österreich.
Kaum waren wir hier angekommen und die Koffer in unsere Wohnung geschleppt, waren unsere Kinder auch schon weg!
Hinter dem Haus gibt es einen großen Spielplatz im Garten. Rutsche, Schaukeln, Wippe,... alles da!
Dann natürlich die Pferde. Ich habe sie nicht durchgezählt, aber 15 werden es schon sein. Dazu noch Meerschweinchen und Kaninchen, die ihr Gehege in einer Pferdebox haben. Da können die Kinder rein gehen und sich zu den Tieren setzen, sie auf den Arm nehmen und streicheln. Und füttern. Gerade kam Lina mit einer Gurke an und meinte, ich müsse sie hier und jetzt und sofort anschneiden, damit sie sie verfüttern kann. Diskussion zwecklos. Dafür werde ich sie die nächsten 2 Stunden auch sicher nicht mehr zu Gesicht bekommen. Mit ihren hier neu gefundenen Freundinnen sind meine Kinder den ganzen Tag schon im Meerschweinchen-Stall.

Am Vormittag hatten beide eine Reitstunde bei dem Hofherrn, Fred. Ein Original. Toller Reitlehrer, netter Kerl. Nennt unseren Wusi immer Cowboy, das gefällt ihm.
Erst hatte die Lina Unterricht, die schon öfters geritten ist. Dann war der Wusi dran. Der ist letzten Sommer zum ersten Mal geritten, macht sich aber ganz gut auf dem Pferd. Strolchi heißt sein Pferd. Na, das passt ja!
Ich glaube, das Reiten tut ihm ganz gut, so muss er Konzentration üben. Sein großes Manko in der Schule. Konzentration und Ruhe. Beides hat er auf dem Pferd.
Als das Mittagessen fertig war mussten wir erst mal unsere Kinder suchen. Dann schnell die Suppe innerhalb von 12 Minuten rein geschaufelt und schon kam der Spruch „kann ich aufstehen? Kann ich runter gehen?“ Und schon waren sie wieder weg. Im Meerschweinchen-Stall.

Was die Kinder sonst so machen hier? Ich habe keine Ahnung. Gestern habe ich sie mal gesehen, als sie dem Bauern Fred geholfen haben, das gemähte Gras zusammen zu rechen. Und eben kamen sie vorbei um sich noch ein Stück von der Gurke abzuschneiden. Diesmal nicht für die Tiere, sondern zum selber essen.

Gerade habe ich sie gefunden. Auf dem Übungsplatz, da haben sie Springpferde gespielt. Die aufgebauten Hindernisse haben sie bezwungen. „Ich heiße Strolchi!“, „Ich bin Ferdi“, riefen alle durcheinander und trabten oder galoppierten über den Platz.

„Um sechs könnt Ihr beim Nachbarn frische Milch holen!“ rief unser Bauer Fred. In der Wohnung haben wir Milchkannen gefunden, mit denen sind wir dann zum Nachbarn gegangen. Eine ältere Frau fegte den Hof und schickte uns direkt in den Stall. Da saß der Bauer auf seinem Melkschemel zwischen den Kühen. Er füllte uns etwas Milch ab, die lauwarm und direkt trinkfertig war. Lina und Wusi probierten sie noch auf seinem Hof. „Lecker! Frische leckere Milch!“
Was uns morgen und die nächsten Tage noch hier erwartet? Reitstunden. Täglich. Viele tolle Momente für die Kinder in der Natur mit ihren Freunden und den Tieren. Und jede Menge Ruhe und Entspannung für uns Eltern, lesen, schreiben.

Hier kann man Ferien machen, jeder kann machen was er möchte, es herrscht Ruhe, man kann abschalten. Vogelgezwitscher, ein Traktor hier und da, Kinderlachen, ein Pferd wiehert. Die Kuhglocken bimmeln. Wäre die Sonne jetzt auch noch da, wäre es perfekt!

Freitag, 31. August 2012

Post aus meiner Küche - Picknick


Ihr kennt ja sicherlich all Post aus meiner Küche, oder?
Da hatte ich vor ein paar Monaten mitgemacht, damals war das Thema Schokolade. Hier könnt Ihr nochmal nachlesen, was es da für mich gab und was ich meiner Tauschpartnerin geschickt habe.
Bei der 2. Tauschaktion habe ich den Anmeldetermin wegen Urlaub leider verpasst. Aber jetzt bin ich wieder dabei! Thema: Picknick.
Mhhhh, das mache ich sehr gerne und im Sommer auch oft, allerdings kein Picknick in der freien Natur, sondern im Biergarten. In München darf man sich ja sein eigenes Essen mitbringen und muss nur die Getränke im Biergarten kaufen.
Wir haben einen sehr schönen Biergarten in der Nähe, da sind die Preise ok, das Essen super und das Beste: es gibt einen Spielplatz mit großem Trampolin für die Kinder.
Dort kann man uns sehr oft finden, leider ist die Saison jetzt langsam vorbei, vor ein paar Tagen war wohl unser letztes Mal. Mal sehen, vielleicht wird es ja noch mal schön...

Zurück zum Thema: Picknick für Post aus meiner Küche. Meine Tauschpartnerin ist Trudi, die einen ganz hübschen Laden in Geretsried betreibt. Leider habe ich es nicht geschafft, persönlich zu ihr zu fahren, um ihr mein Paket in einer Kühltasche zu überbringen. Das erschwert natürlich die Auswahl! Was kann ich mit der Post verschicken? Was hält sich ein paar Tage ungekühlt?

Da ich ja so viele Äpfel hier habe, dachte ich an ein Apfel-Chutney. Google sei Dank, ich habe eins bei essen-und-trinken gefunden.

Apfel-Curry-Chutney
1 rote Paprikaschote
600 g Äpfel
1 Orange
3 Limetten
0,5 Vanilleschote
30 g frischer Ingwer
150 g Rohrzucker
150 ml Weißwein
2 Tl Madras-Currypulver
Zubereitung
Paprika längs vierteln, entkernen und mit der Hautseite nach oben auf ein Backblech legen. Unter dem vorgeheizten Backofengrill auf der obersten Schiene 4-5 Minuten rösten, bis die Haut schwarze Blasen wirft. Aus dem Ofen nehmen und mit einem nassen Küchentuch 15 Minuten abdecken. Dann die Haut abziehen und die Paprika in 2-3 cm große Stücke schneiden.
Äpfel schälen, längs vierteln, entkernen und die Viertel nochmals in 2-3 cm große Stücke schneiden. Orange und Limetten bis auf das Fruchtfleisch schälen, die Filets zwischen den Trennhäuten herausschneiden und in je 2-3 Stücke schneiden. Saft aus den Trennhäuten pressen und auffangen. Vanilleschote längs halbieren und das Mark herauskratzen. Ingwer schälen und fein reiben.
Zucker in einem Topf schmelzen und mit Weißwein ablöschen. Aufgefangenen Saft, Vanilleschote, -mark und Ingwer zugeben und kurz aufkochen lassen. Dann Curry und Äpfel zugeben und offen bei milder Hitze 40-45 Minuten kochen lassen, bis die Äpfel weich sind und das Chutney eingedickt ist. Gelegentlich umrühren, damit nichts anbrennt. Die letzten 10 Minuten Paprika, Limetten- und Orangenfilets zugeben.
Das Chutney in heiße und sterilisierte Twist-off- Gläser bis 1 cm unter den Rand füllen. Die Gläser verschließen und 10 Minuten in kochendem Wasserbad einkochen. Abkühlen lassen.
Das Chutney habe ich gestern im Biergarten mit ein paar Freunden getestet. Sehr empfehlenswert zu dem Apfel-Curry-Chutney: Putenbrust (die vom Aldi) und ein frisches Brot (Ciabatta vom Käfer). Genau das habe ich Trudi auch geschrieben, denn die Putenbrust kann ich ihr leider nicht mitschicken.

Dann habe ich noch einen kleinen Kuchen im Glas gebacken:

Blaubeerkuchen im Weckglas, gesehen bei Traumstaub

Zutaten für 6 Weckgläser (für ca. 290ml Inhalt)

ein bisschen Öl, um die Gläser einzustreichen
200g weiche Butter oder Margarine
150g Zucker
1 EL Zitronensaft
4 Eier
150g Mehl
1 TL Backpulver
75g Speisestärke
und 150g tiefgekühlte Heidelbeeren (ich habe frische genommen)

Die Gläser mit Öl einstreichen und den Ofen vorheizen (Umluft ca. 150°C)
Butter, Zucker & Zitronensaft mit cremig rühren, die Eier einzeln zufügen.
Mehl, Backpulver & Speisestärke unterrühren, zum Schluss die Heidelbeeren unterheben.

Den Teig ca. 1/3 hoch in die Gläser füllen und ca. 35 Minuten backen.

Die Deckel & Einmachringe für 2 Minuten in kochendes Wasser legen, abtropfen lassen.
Danach die Kuchen aus dem Ofen nehmen und gleich mit den Einmachringen, Deckeln & Klammern verschließen.
Luftdicht verschlossen sind deine Kuchen jetzt mindestens 2 Wochen haltbar, schmecken superlecker und sehen auch noch total süß aus.

Das war bis jetzt aber auch noch nicht ganz magenfüllend, wir nehmen meistens einen Salat mit in den Biergarten. Einen Couscous-Salat mit Minze und Tomaten-Gurke, der muss allerdings gekühlt werden... Oder Tomate-Mozzarella, oder einen gemischten Salat, Nudelsalat, oder....muss allerdings alles gekühlt werden, fällt also flach. Was kann ich da bloß nehmen? Nudelsalat...unfertig, das ist es!
Also habe ich eine Mischung für einen mediteranen Nudelsalat zubereitet.

Nudelsalat-Mischung

4-5 getrocknete Tomaten, klein geschnitten
getrocknete italienische Kräuter
Salz und Pfeffer
getrockneter Knoblauch 
geröstete Pininkerne
Alle Zutaten vermischen und in einem kleinen Gefäß mit Beschriftung verschenken. Einfach Nudeln kochen, die Mischung mit einem EL Olivenöl und 1 EL Wasser kurz aufkochen, damit sie etwas aufweichen kann und dann alles vermischen. Die gerösteten Pinienkerne drüber streuen. Der Salat schmeckt warm, lauwarm und kalt.
Wer mag kann noch ein paar schwarze Oliven dazu geben.

Und zu guter Letzt die Olivenöl-Cracker aus dem Buch Geschenkideen aus meiner Küche. Die hatte ich schon einmal gebacken, das Rezept findet Ihr hier.

Jetzt habe ich etwas herzhaftes, etwas magenfüllendes, eine kleine Süßigkeit und was zum Knabbern für Trudi eingepackt. Und damit sie nicht verdurstet, gab´s ein Döschen Prosecco dazu.

Trudi hat sich sehr über ihr Paket gefreut und ich freue mich auf das Paket von ihr für mich!

Frage-Foto-Freitag

Endlich habe ich es mal geschafft, die Fragen rechtzeitig zu lesen und in meinen Fotos nach den Antworten zu stöbern. Heute also mein erster Beitag zum Frage-Foto-Freitag!
1.) Wo warst du letztes Wochenende? 
In Port Ripaille am Genfer See! War das schön!!! Mehr könnt Ihr hier und hier lesen...
2.) Gefühlszustand?
Bei dem Dauerregen...
3.) Was soll lieber niemand wissen?
Ich koche und backe wahnsinnig gerne, aber ich liebe auch Fast-Food! Leider...
Gestern nach dem Legoland: KFC...mmmmhhhh!  
4.) Schöner Spruch?
 Das hat mein Sohn für uns gbastelt, hängt in der Küche.

 5.) Das beste Eis?    
Selbstgemachtes Eis mit dem Diamant Eiszauber. Der Kreativität sind keine Grezen gesetzt, ich liebe es mit Crunchy Erdnussbutter, zartbitteren Schokostückchen und Schoko- und Karamelsauce. Ist super easy und schmeckt soooo lecker!